Fixed42 WM Berlin


Nicht besonders glücklich für alle verlief die Fixed42 WM in Berlin, welche wir im Teamranking letztes Jahr noch mit Bronze belegten. Im Rahmen des Velothons geht es für 42km von Ludwigsfelde über die Autobahn nach Berlin. Das Rennen endet in der Straße des 17 Juni, kurz bevor die Profis ins Ziel fahren. Wer langsamer als 35 Km/H ist wird vom Besenwagen eingesammelt (Das sollte unsere einfachste Aufgabe werden). Wir alle hatten mehr als Pech, sei es Maria, die bereits in den neutralisierten 2 KM in einen Sturz verwickelt wurde, oder Jan, der nach knapp 10 km mit einem Platten ausscheiden musste. Jörn verpasst die letztlich erfolgreiche Ausreißergruppe auf dem Tempelhofer Feld um Haaresbreite, da er eher auf einen Massensprint setzte und für Max fahren wollte.

Dieser stürzte ein paar Kilometer vor dem Ziel, wodurch Jörn sich selbst im Sprint behaupten musste. Heike wurde in der letzten Kurve vor dem Ziel (in der Führungsgruppe der Frauen) von einer anderen zu Fall gebracht wurde. Steffen und Thatchai beendeten das Rennen souverän, aber leider nicht in den Top 50. Bei 500 Fahrern waren leider so viele Unerfahrene und grob fahrlässig handelnde Anfänger dabei, dass es in vielen Situationen eher um die eigene Gesundheit ging, als um das Gesamtclassement. Auch Nils legte seine Kamera beiseite und erwischte in seinem zweiten Rennen ever eine Chaostruppe. Er musste wie auch schon beim Bangkokcriterium viel im Wind fahren, unnötigen Gefahrensituation ausweichen, um am Ende sein persönliches Ziel der Top 200 knapp zu verpassen. Der einzige, der wohl nicht unzufrieden war, war Paul. Ohne jegliche Ambitionen, startete unser Manager ganz Hinten, ignorierte das Geschrei des Moderators im Ziel, setzte sich von der “Krückengruppe” (in der verbotenes Material wie z.B. Spinergy mehr als einmal auftauchte) ab und fuhr tiefenentspannt, bester Laune und dem Herzinfarkt so nahe wie nie zuvor, ins Ziel.

Alles in allem ist die Fixed42 ein Event, welches wir mit gemischen Gefühlen betrachten. Es ist definitiv toll, dass die Szene so wächst und dass es so gigantische Events entstehen. Die Schattenseite ist die Gefahr der wir uns durch unerfahrene Fahrer aussetzen müssen. Viele der Stürze hätten verhindert werden können. Ebenso haben die Begleitfahrzeuge einige Stürze durch zu nahes auffahren provoziert. Gewonnen hat übrigens ein Bahnsprinter. Die Frage ob er auch in der Lage ist ein technisch anspruchsvolles Rennen zu gewinnen, wird sich wohl am Heidbergring zeigen. Für eine WM-Titel in dieser Sportart, ist die Fixed 42 nämlich eigentlich zu einfach.

Wann und wo

19. Juni 2016, Berlin

Funfacts

  • Der Organisator des Red Hook Crits, David Trimble, war im Führungsfahrzeug mit dabei und hat von dort ein paar sehr schöne Bilder gemacht
  • Das Rennen wurde live im Netz übertragen und ist auch weiterhin als Stream verfügbar

Nice to know

  • Max am Tag zuvor schon wieder einen Platten und musste daher mit einem geliehenen Laufradsatz starten (Schlauchreifen sei dank)
  • Jörn hätte lieber jemandem den Sprint angefahren als sich selber im Massensprint durchsetzen zu müssen
  • Paul lieferte die beste Zielperformance ab (siehe Livestream) und fuhr sein drittes Rennen dieses Jahr (mehr als insgesamt in den letzten 2)
  • Thatchai, Jan und Steffen waren keine 24 Stunden vorher für den Vast Verzet Bokaal in Zandvoort am Start
  • das seit zig Rennen schon geplante Teamfoto haben wir natürlich wieder vergessen

Jörn nahm auch dieses Rennen mit einer Onboard-Kamera auf.

Platzierungen

Jörn 32. Platz
Steffen 53. Platz
Max 81. Platz
Thatchai 97. Platz
Nils 204. Platz
Paul 323. Platz
Jan DNF
Maria DMF
Heike DNF

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