NL Crit Series #2: Zwanenburg


17990211_314096932340243_3528562713331218592_oAm Ostersamstag fand dieses Jahr das zweite Rennen in der “NL Crit Series” statt. Diesmal ging es nach Zwanenburg, einem kleinen Ort im Speckgürtel von Amsterdam. Der Zeitplan war praktischerweise identisch zu dem des ersten Rennens: Nach Bikecheck und Anmeldung fand zunächst um 14:30 das B-Männer/Frauen-Rennen statt, in dem Thatchai, Björn Atom und Tanja Erath für Fixedpott an den Start gingen.

Im ca. 40 Fahrer starken Feld versuchten sich die drei Fixedpott-Starter von beginn an vorne zu positionieren. Durch den auf der Gegengeraden mit 50 km/h Böen starken Gegenwind kam es jedoch zu einem sehr unruhigen Fahrverhalten. Vor allem Tanja war immer ganz an der Spitze zu finden und konnte direkt die Prämienwertung nach der zweiten Runde gewinnen. Nach dieser Wertung gab es in der folgenden Runde einen großen Sturz im Fahrerfeld, in den leider auch Thatchai und Atom verwickelt wurden. Da etwa 15 Fahrer zu Fall gekommen waren wurde das Rennen unterbrochen und nach etwa 5 Minuten neu gestartet.

Glücklicherweise hatte sich niemand ernsthaft wehgetan und alle konten wieder an den Start. In den verbleibenden 17 Runden setzte sich das unruhige Rennen fort. Nach einiger Tempoarbeit von Atom und Tanja wurde wurde schnell deutlich, dass es heute schwierig sein würde, sich im Rennen abzusetzen. Björn war zudem nach einem 200km Brevet im Weserbergland am Karfreitag nicht im ausgeruhtesten Zustand angereist. Einige starke Fahrer versuchten trotz der schwierigen Bedingungen immer wieder auszureißen. Da sich Tanja, Atom und oft auch Thatchai an der Spitze des Fahrerfeldes aufhielten, konnten sie jedoch immer reagieren und das Rennen kontrollieren.

In der letzten Runde wurde auf der Gegengeraden das Tempo verschärft, alle Fahrer versuchten nun, sich in gute Position für einen Sprintentscheid zu bringen und sich gleichzitig aus dem Wind zu halten. Auf dem letzten Stück mit dem stärksten Gegenwind befanden sich Tanja und ihre direkte Konkurrentin Eleonore Saraiva schließlich gleichauf an der Spitze des Feldes. Diesen Moment nutzte Björn um kurz vor der doppelten 90°-Kurve auf die Zielgerade noch innen an der Französin vorbeizufahren. Am Kurvenausgang hatte er so bereits eine Lücke von zehn Metern reißen können, ohne daß ein weiterer Fahrer es noch geschafft hatte, die Frauen zu überholen. Auf der folgenden 400-Meter-Zielgerade lieferten sich die starken Rennfahrerinnen einen so erbitterten Zweikampf, dass die letztendlich deutliche Siegerin Tanja mit etwas über 2,2 Sekunden nach Björn als 2. Person den Zielstrich überquerte. Erst gleichauf mit ihrer direkten Konkurrentin kam weitere 0.4 Sekunden später auch der 2. der B-Klasse ins Ziel. Thatchai belegte einen guten 9. Platz von 35 männlichen Startern.

Im A-Rennen gingen dann Jörn, der extra früh morgens aus Offenbach mit dem Zug angereist war, Steffen, der noch Einiges vom letzten mal gut machen wollte und Jan an den Start. Das 25 köpfige Starterfeld war wie immer international sehr stark besetzt.

Vom Start an war das Rennen durch mehrere Attacken und den sehr starken Wind geprägt. Durch diesen war es auch quasi unmöglich eine dieser Attacken erfolgreich ins Ziel zu bringen. So wurde jeder Versuch relativ schnell wieder eingefangen. Unsere Jungs hielten sich aus dem Gröbsten raus, fuhren immer unter den Top 15 und Jan und Jörn gingen dann mit Auge den Ein oder Anderen vielversprechenden Breakaway mit.

Als sich dann 4 Runden vor Schluss, wie schon vor 14 Tagen in Rijkswijk, ein Massensprint abzeichnete positionierten sich Jan und Jörn im vorderen Teil des Feldes, während Steffen sich für einen potenziellen Lead Out noch etwas Luft verschaffte. Schon am Anfang der finalen Runde lag die Geschwindigkeit auf der Zielgeraden schon bei knapp 55 km/h und das Tempo blieb die ganze Runde sehr hoch. Auf der Gegengeraden wurde es dann sehr hektisch und da es im Feld einen Sturz mit 2 Fahrern gab dem Steffen noch gerade ausweichen konnte war seine Ambition einen guten Anfahrer zu für Jan zu geben leider dahin. Im vorderen Teil des Feldes ging es dann schon auf die Zielgerade in die Jan perfekt positioniert als Zweiter einbog. Da der führende das Tempo dann aber verschleppte verpasste Jan leider den richtigen Moment und der Sieger der Vorwoche Olivier Leroy eröffnete den Sprint und fuhr diesen dann auch knapp ins Ziel. Die 5 Fahrer dahinter trennten dann nur Zentimeter am Zielstrich. Jan und Jörn verpassten das Podium dann nur knapp auf Platz 5 und 6. Steffen vollendete das Rennen dann auf dem 18. Platz.

Alles in allem können wir als Team sehr stolz auf unsere Leistung sein. Als nächstes geht es für Tanja, Eike und Jan nach New York zum Red Hook Criterium und zeitgleich starten Steffen, Thatchai und Jörn in Amsterdam beim nächsten Rennen der NL Crit Series.

Wann und wo

15. April 2017, Zwanenburg (NL)

Nice to know

  • Thatchai fuhr ab seinem Sturz (unbemerkt) mit angebrochenem Carbonlenker.
  • Atom hatte nach dem 2. Platz im letzten Rennen beschlossen, seinen Zeitfahreinteiler nach Podiumsplatzierungen nicht zu waschen und erregte einigen Ekel, als er verkündete das nun fortführen zu müssen.
  • Atom steigt durch den Sieg in die Männer A-Klasse auf

Platzierungen

Tanja #1 (Frauen) – Atom #1, Thatchai #9 (Männer B) – Jan #5, Jörn #6, Steffen #18 (Männer A)

–> Last but not least: Atom’s on-board video des Rennens.

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